Hall of Fame

Im nachfolgenden Bereich wollen wir besondere Persönlichkeiten des SCAs  hervorheben. Sie haben sich über Jahre für den Verein eingesetzt, viel Zeit und Herzblut investiert und uns allen schöne Windsurf-Jahre ermöglicht!

Deshalb werden diese Personen im SCA immer einen besonderen Platz haben und hoffentlich Vorbild und Inspiration für die jüngere Generation sein!

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Micha hat den Verein über 30 Jahre vorbildlich geführt und ihn zu dem gemacht was er ist.

Michael Halstenbach

Ehemaliger Vorstand
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Ohne Uschi war keine Veranstaltung des SCAs denkbar. Als fleißige Organisatorin und Macherin ging ohne sie gar nichts.

Uschi Halstenbach

Gute Seele des SCA
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Bernd führte die SCA Kasse über Jahrzehnte tadellos und sehr gewissenhaft. Außerdem hätte es ohne ihn keine erfolgreichen Vereinsregatten gegeben

Bernd Rohkohl

Kassenwart und Technik

Ausschnit aus der Laudatio für Michael Halstenbach

 

Von Dr. Roland Müller

 

Liebe Surferinnen und Surfer, wir alle wissen: ein Thema fehlt noch: Michael Halstenbach beendet heute seine Tätigkeit als Vorstand des SurfClubs Augsburg. Die Laudatio zu diesem Anlass zu halten ist mir eine Ehre, obwohl ich das lieber erst in ein, zwei oder fünf Jahren getan hätte.

Michael hat so viel für den Verein getan, dass der heutige Abend nicht ausreicht um darüber zu referieren. Ich muss mich daher kurz fassen nach der Surfer-Devise: „Eine gute Rede muss sein wie ein Bikini: äußerst knapp bemessen und dabei alles Wesentliche abdeckend“.

Als ich 1981 zur Jahreshauptversammlung kam dachte ich: „wer ist denn der Jungdynamiker, der da neben Dieter Bless sitzt (der damalige Vorstandsvorsitzende)?“.  Und als er sich dann zu einem Thema äußerte: „Au weh, a Preuß'“. „Wie heißt der denn?“. „Michael Halstenbach“. Drei Jahre später beendete Dieter Bless seine Vorstandstätigkeit und Michael wurde zum Ersten Vorsitzenden gewählt. Dieter Bless kamen damals die Tränen und wir sahen ihn danach nur noch sehr selten. Wir wünschen uns, dass es heute genau anders herum kommt.

In dem uns bekannten Teil des Raum-Zeit-Kontinuums kommt Michael ohne seine Uschi nicht vor. Daher ist es unmöglich, über Michael allein zu sprechen, vielmehr gebührt es der Dame, zuerst gewürdigt zu werden. Meinem durch niedere Triebe gesteuerten männlichen Primatengehirn kommt dabei als erstes die sensationelle Bohnensuppe in den Sinn, die Uschi in wirklich riesigen Mengen zu den Regatten zubereitete. Nahezu jedes SCA-Ereignis der vergangenen 32 Jahre – und davon gab es viele – wurde von Uschi maßgeblich vorbereitet und betreut. Auch in der Verwaltungsarbeit packte Uschi an. Das wurde mir bei der letzten Kassenprüfung klar, als im Rahmen der Übergabe unzählige Male Sätze fielen wie „da hat Uschi den Beleg aufgeklebt und die Daten oben eingetragen“. Und so wird Uschi in die Annalen des Vereins eingehen als das aktivste vorstehende Nicht-Vorstandsmitglied, das der bayerische Sport je hatte.

Kommen wir zurück zu Michael. Weit über ein Vierteljahrhundert Vorstandsarbeit im Verein. Es ist unmöglich, umfassend zu erzählen, wie der Verein von dieser Arbeit profitiert hat. Lasst uns daher einen Blick auf den Verein werfen, wie sich vor dem Amtsantritt von Michael 1984 darstellte. Windsurfen erlebte seine Hochphase als Trendsport und wir hatten etwa 150 Mitglieder. Wir hatten kein Vereinsheim, keinen Container, nichts außer einer Wiese und eines großen, unbedachten Surfständers. Wir hatten keine SCA-News. Eine systematische Jugendarbeit fand nicht statt. Das Surfmaterial war spärlich und schrottreif.

Was hat sich in der Amtszeit von Michael alles verändert: auf der sportichen Seite kann der Verein auf drei Weltmeistertitel, vier Europameistertitel, mindestens einen weiteren Deutschen Meistertitel und zahlreiche Platzierungen auf internationalen Meisterschaften zurückblicken. Das Surfmaterial wurde auf Basis von Gebrauchsstatistiken bedarfsgerecht auf- und ausgebaut. Dass das Surf- und Snowcenter  trotz der notwendigen drastischen Sparmaßnahmen der letzten Jahre hierin eine gewisse Konkurrenz für seinen Surfboard-Verleih sieht, ist das beste Kompliment, das Manni zu Michaels Arbeit machen kann. Wir haben eine aktive Jugendszene im Verein. Die Öffentlichkeitsarbeit umfasst die SCA-News, einen Internet-Auftritt und eine sehr unterhaltsame Whatsapp-Gruppe. Gerüchteweise  können auch die Hersteller von Laminiergeräten und -folien auf eine 25-jährige Sonderkonjunktur zurückblicken. Das Vereinsgelände umfasst ein Clubheim und drei Materialcontainer und in Zukunft auch einen großen, fest überdachten Surfständer. Trotz der großen Herausforderungen ist die finanzielle Lage des Vereins solide. Noch nie hatte der Verein mehr Mitglieder als heute. Dies sind nur Beispiele für die zahlreichen Bereiche, in denen Michael den Verein weiterentwickelt hat. Michael übergibt ein wohlbestelltes Haus in geordneten Verhältnissen.

Und mehr noch: Michaels Zusage war es, den Vorstandsposten bis zum Umzug auszuüben, aber nicht länger. Zitat: „den Umzug tue ich mir nicht mehr an, das soll mein Nachfolger machen.“. Doch dann kam – wie Ihr alle wisst – plötzlich die Hiobsbotschaft, dass alle Vereine ihr Gelände kurzfristig räumen müssen. Und da war er dann weder, der Preuße, aber im besten Sinne, der die Verantwortung annimmt und die Aufgabe ausführt, obwohl dies seiner persönlichen Lebensplanung entgegensteht. Michael koordinierte und steuerte den Umzug und die Erschließung des neuen Vereinsgeländes engagiert, umsichtig, finanziell seriös und brachte dabei seine ganze Erfahrung ein.

Er ist somit – und damit möchte ich schließen – der engagierteste umziehende Nicht-Umzugsmanager des bayerischen Vereinssports und passt daher so wunderbar zu seiner Uschi, seiner vorstehenden Nicht-Vorstandsmanagerin. Anläßlich dieser unglaublichen gemeinsamen Leistung über ein Vierteljahrhundert hinweg btte ich die Anwesenden um tosenden Applaus. Danke für Eure Aufmerksamkeit.